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Grüner Strom: Warum er einfach besser ist

auf 11. Juni 2012

Nachhaltigkeit ist kein Zauberwort. Eigentlich sollte es ein normaler Zustand sein. Doch wir leben in einer verkehrten Welt. Chemisch „verbesserte“ Lebensmittel sind der Standard. Biologisch erzeugtes Essen hat in Deutschland immer noch einen etwas exotischen Ruf. Auch grüner Strom ist ein Produkt, das noch lange nicht den Stellenwert besitzt, das es eigentlich längst haben sollte.

Das braune Gold aus dem Ruhrgebiet
Warum? Dazu muss zuerst ein langer Blick in die politische Vergangenheit geworfen werden. In den Nachkriegsjahren wuchs der Bedarf an Energie ständig. Um diesen Bedarf zu decken, wurde die Förderung von Kohle aus dem heimischen Tage- und Bergbau massiv subventioniert. Mit der geförderten Braunkohle, deren Brennwert relativ gering ist, wurde genügend Energie erzeugt, um das Wirtschaftswunder anzuheizen. Umweltfragen spielten zur damaligen Zeit nicht die geringste Rolle. Entsprechend sah das Ruhrgebiet, in der die meisten Kohleflöze lagen, auch aus. Grau in grau und Hausfrauen mussten sehr darauf achten, wenn Sie ihre Wäsche zum Trocknen an die „frische“ Luft hängen wollten. Bei schlechten Windverhältnissen konnte alles gleich noch mal in die Waschmaschine oder den Waschzuber, der in den fünfziger Jahren noch weit mehr verbreitet war als eine Waschmaschine. Schon damals war die Verzahnung von Politik und Energiewirtschaft erheblich.

Der „billige“ Strom aus der Steckdose?

Anfang der 60er Jahre ging in Deutschland dann auch das erste Kernkraftwerk an das bundesdeutsche Stromnetz. Über die Gefahren des Atomstromes machte sich niemand wirklich Gedanken und die Frage eines Endlagers war erstmal nebensächlich. Wie gefährlich Atomstrom ist, haben Unfälle bis hin zum Supergau in Tschernobyl gezeigt, was die schwarzgelbe Regierung unter Angela Merkel nicht hinderte, den für 2021 geplanten Komplettausstieg Deutschlands aus der Atomenergie um volle zwölf Jahre hinauszuschieben. Erst die Zerstörung der Kraftwerke von Fukushima in Japan sorgte für ein weiteres Umdenken, vermutlich nur im Blick auf kommende Wahlen und den eh schon schlechten Umfragewerten der aktuellen Regierung. Gemäß dem Atomgesetz müssen nun alle ins Stromnetz einspeisenden Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet werden. Die vier großen Energieriesen in Deutschland produzieren weit über den Bedarf, halten aber mit dem Instrument der Energiebörse in Leipzig denn Strom künstlich knapp, um ihre eigene Existenz nicht in Frage zu stellen. Dazu beklagen Sie den schlechten Zustand der Verteilungsnetze in Deutschland und führen genau dieses Argument an, wenn es um die Einspeisung von Windenergie geht. Das ist ungefähr so, wie wenn ein privates Unternehmen eine Autobahn baut, dafür jahrzehntelang Maut kassiert, die Straße verfallen lässt und sich genau dann über den schlechten Zustand beklagt und den Bau einer besseren Autobahn fordert. Es ist die Angst des Elefanten vor der Maus. Politik und Energiewirtschaft unter sich.

Seit Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland ab Mitte der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts unterstützte die deutsche Politik die Energiewirtschaft mit Subventionen direkt und indirekt. Nun, das ist nichts wirklich verwerfliches und half der Bundesrepublik Deutschland auch ein Hochtechnologie-Standort zu werden, der er heute ist. Doch alte Waffenbrüder trennen sich nur schwer. Spätestens nach dem Supergau in der heutigen Ukraine, in Tschernobyl im Jahre1986 hätte ein massives Umdenken bei der Politik einsetzen müssen. Die Monopolstellungen der Energiewirtschaft hätten aufgebrochen und die gesetzlichen Grundlagen für die Einspeisung von grünem Strom angepasst werden.

Das Umdenken beginnt!
Warum ist denn nun grüner Strom besser als Strom aus fossilen oder nuklearen Quellen? Alle fossilen Lagerstätten dieser Erde sind eines Tages aufgebraucht. Wie lange Öl und Kohle noch gefördert werden, spielt eigentlich keine Rolle. Selbst wenn es noch hundert Jahre sind, in denen die Reserven reichen, so ist die Förderung an sich so umweltzerstörend, dass darauf in einem absehbaren Zeitraum verzichtet werden muss.

Kernenergie ist ohne Frage eine reizvolle Energiequelle, doch jedes Kernkraftwerk hinterlässt ein Erbe, das noch hunderttausend Jahre nachwirkt. Für die endgültige Lagerung der ausgebrannten, hoch radioaktiven, Brennstäbe sowie des kontaminierten Kraftwerksmülls gibt es auch 50 Jahre nach der ersten Inbetriebnahme eines AKW in Deutschland kein sicheres Endlager und wird es voraussichtlich auch nie geben. Von den zahlreichen Unfällen bis hin zum Supergau ganz zu schweigen.

Doch die Alternativen dazu sind längst entwickelt. Sonne und Wind können den Strombedarf der Erde decken. Fairerweise muss dazu gesagt werden, ohne die Energie von damals hätte die Energie von Heute so nicht entwickelt werden können. Doch nun ist Sie da und sollte auch mehr genutzt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Windenergie ist ein beständiger Stromlieferant, speziell als Offshore-Park vor den Küsten. Die Sonnenenergie mit Hilfe von Solarpaneelen in Strom umzuwandeln sollte für Hausbauer in Deutschland genauso Pflicht sein, wie ein vorgeschriebener Wärmedämmwert.

Kleine Blockheizkraftwerke erzeugen sehr effektiv Strom und haben nicht den riesigen Energieverlust durch lange Überlandleitungen zu beklagen, wie zentrale Energieversorger. Ein weiteres sehr gutes Argument sind die dabei entstehenden Arbeitsplätze. Dezentrale Energiegewinnung bedeutet viele Stellen bei kleinen und mittelständischen Arbeitgebern wie Handwerkern und Produzenten von Energietechnologie. Die Arbeitsplätze wären gleichmäßig auf das gesamte Gebiet der Bundesrepublik verteilend nicht zentralisiert an wenigen Plätzen. Die Ideen zur Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser sind noch lange nicht alle ausgeschöpft und sie sind im Großen und Ganzen gefahrlos anwendbar.

Unsere Gesundheit wird durch grünen Strom gefördert
Einen direkten Zusammenhang gibt es selbstverständlich nicht, doch mit grünem Strom bewirken wir etwas für unsere Umwelt und somit auch für unsere Gesundheit. Unsere Gesundheit sollte uns einiges Wert sein. Wer jetzt schon etwas für seine Gesundheit tun möchte kann dazu auf DocJones.de reinschauen.


Eine Antwort für “Grüner Strom: Warum er einfach besser ist”

  1. Jegan sagt:

    Nun, es bewegt sich immerhin etwas. Allein, dass man sich aussuchen kann, wie viel grüner Strom in den eigenen Haushalt fließt, ist viel Wert auch wenn es sicher nicht immer korrekt ist.

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